Wandern im Land der Vulkane

Die säbelförmige Halbinsel Kamtschatka liegt im Fernen Osten des Riesenlandes Russland, umgeben von drei Meeren: Beringsee, Pazifik und Ochotskisches Meer. Kamtschatka ist nicht an das Schienen- und Straßennetz angeschlossen und daher auf dem Landwege mit dem Auto nicht erreichbar. Geowissenschaftler bezeichnen die Halbinsel als Herz des pazifischen "Ring des Feuers". Es gibt hier 140 Vulkane, von denen 29 aktiv sind und teilweise zu den unberechenbarsten Schloten der Welt gezählt werden.


Bis 1991 war Kamtschatka Sperrgebiet, nicht nur wegen der vielen Bodenschätze, sondern vor allem aus militärisch-strategischen Gründen. Viele Bereiche Kamtschatkas sind unerschlossen und schwer erreichbar. Der einzige internationale Flugplatz befindet sich in der Nähe der Hauptstadt Petropavlovsk-Kamtschatski. Nach Vulkanausbrüchen müssen oft Verkehrswege verlegt werden und auch unsere Wanderrouten führten manchmal über recht frische Lavafelder.

Die Natur in diesem abgelegenen Winkel der Welt ist atembraubend schön und unberührt, aber auch sehr rauh und voller Gefahren. Die Lava ist brüchig und rutschig, überall sind Schnee- und Eislöcher und außerdem gibt es dort ca. 18000 Braunbären. Am Kurilensee soll die größte Bärendichte der Welt sein.

Die Bären sehen zwar süß aus, sind aber sehr gefährlich und es gilt, bei Begegnungen die nötigen Verhaltensregeln genau zu befolgen.

Heiko Klotz hat mit seiner Frau dieses Naturparadies 18 Tage lang erwandert und die Faszination, die dieser besondere Flecken Erde auf ihn ausübte, in Bildern und Filmen festgehalten. Natürlich durfte auch ein Besuch im berühmten "Tal der Geysire" nicht fehlen.

In diesem erst 1941 entdeckten, 6 km langen Tal gibt es ca. 90 Geysire und unzählige heiße Quellen. Es kocht und brodelt und es bilden sich bizarre Formationen.

Der Vortrag besteht aus zwei Teilen, und die Gesamtdauer beträgt ca 1 Stunde 30 Minuten zuzüglich Pause.